Neue Pfändungstabelle seit 01.07.2019

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Neue Pfändungstabelle ab 01.07.2019 und damit verbundene neue Pfändungsfreigrenze bis 1179,00 € Nettoeinkommen

Das pfändbare Einkommen wird nach der Nettomethode ermittelt, indem man vom Bruttoeinkommen des Mitarbeiters unpfändbare Bezüge abzieht. Geldwerte Vorteile sowie Sachbezüge setzt man mit dem entsprechenden Wert an, nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen erhält man das pfändbare Nettoeinkommen.

Die Höhe des pfändbaren Einkommens richtet sich nach der Anzahl der unterhaltspflichtigen Personen. Hierzu gehören z.B. leibliche Kinder, Ehepartner ohne Einkommen oder geschiedene Ehepartner, an die Unterhalt gezahlt wird.

Wichtig für Arbeitgeber:

Welche Entgeltbestandteile sind nicht oder nur zum Teil pfändbar:

– Überstundenvergütung – die Hälfte der gezahlten Mehrarbeitsstunden
– Urlaubsgeld und Jubiläumszuwendungen
– Aufwandsentschädigungen, Auflösungen, Werkzeuggelder, Gefahren-, Schmutz- und Erschwerniszulagen
– Weihnachtsgelder bis zur Hälfte des monatlichen Entgelts, maximal 500,00 €
– Beihilfen wie Heiratsbeihilfe etc.
– Sonstige Leistungen wie Blindenzulage, VWL, Kindergeld

Lassen Sie sich die Unterhaltsverpflichtungen ihres Mitarbeiters schriftlich nachweisen. Somit haben Sie einen Nachweis gegenüber dem Gläubiger, falls dieser sie haftbar machen will.

Achten Sie beim Erhalt des Pfändungsbeschlusses auf eine ordnungsgemäße Zustellung durch den Gerichtsvollzieher, mündliche oder Mitteilungen durch den Gläubiger sind nicht zulässig. Notieren Sie Datum und Uhrzeit der Zustellung auf den Pfändungsbeschluss und prüfen Sie die Angaben des zuständigen Gerichts, Datum und Aktenzeichen.

Werden Sie zur Abgabe einer Drittschuldnererklärung verpflichtet, so ist diese eine reine Wissenserklärung und kein Schuldanerkenntnis des Unternehmens. Das können Sie auch auf der Erklärung notieren.

Quelle: Lohn & Gehalt aktuell