Bei Minijobs „geringfügig“ und „kurzfristig“ unterscheiden!

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Wenn ein Minijobber mit der Arbeit beginnt, sollte der Arbeitgeber beurteilen, um welche Art von Minijob es sich handelt:

„kurzfristig“

*wenn der Minijobber an mindestens fünf Tagen pro Woche maximal zwei Monate (bis 31.12.2018 drei Monate) arbeitet
*oder regelmäßig weniger als fünf Tage wöchentlich maximal 50 Arbeitstage (bis 31.12.2018 70 Arbeitstage) beschäftigt ist
*das gilt innerhalb eines Kalenderjahres oder jahresübergreifend, von vornherein auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage befristet
*auf den Verdienst kommt es bei kurzfristigen Minijobs nicht an
*es gelten auch Tage mit z. B. Entgeltfortzahlung, Urlaubs- und Feiertage oder Tage der Freistellung zum Abbau von Guthabenstunden
*weder Arbeitgeber noch Minijobber zahlen Sozialversicherungsbeiträge
*der Arbeitgeber zahlt nur Umlagebeiträge nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz
*man kann kurzfristige Minijobs auf zwei Arten versteuern:
 * individuell nach der Steuerklasse des Minijobbers
 oder
 * unter bestimmten Voraussetzungen pauschal in Höhe von 25 Prozent

„geringfügig“

 *Geringfügige Minijobs gibt es mit regelmäßigen und flexiblen Arbeitszeiten
*der Minijobber kann monatlich bis zu 450 Euro verdienen bzw. höchstens 5.400 Euro pro Jahr
*der Arbeitgeber zahlt Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, die Umlagen U1 und U2 sowie Umlage für den Fall einer Insolvenz und eine Pauschalabgabe an die Minijobzentrale
*geringfügige Minijobs sind für den Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei in der Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung

Wenn sich der Minijob ändert, ist eine neue Einschätzung, also eine versicherungsrechtliche Beurteilung fällig.